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Zum Klönschnack des Büsumer Seniorenbeirats stellen sich
dieses Mal die Freien Demokraten vor und diskutieren mit den Gästen.

Von Friedrich-Wilhelm Trottmann

Büsum – Im Reigen der Parteien und Wählergemeinschaften begrüßte Karl-Heinz Papenfuß, Vorsitzender des Seniorenbeirats, nun auch die Freien Demokraten (FDP) zum Klönschnack, die sich den Fragen der Teilnehmer stellen wollten.

Hugo Köhler, Vorsitzender des Ortsverbands, dankte für die Einladung und bedauerte, dass in der Ferienzeit nicht so viele Mitglieder erscheinen konnten. Er sei 1980 nach Büsum gekommen und engagiere sich politisch nicht nur in Büsum, sondern auch im Kreistag. Er verteilte einen druckfrischen Flyer mit dem Kommunalwahlprogramm der FDP und bat die Teilnehmer des Klönschnacks um Anregungen, wo der Schuh drückt. Der Weg vom DRK-Heim zum Ärztezentrum und weiter in den Ort wurde auch dieses Mal angesprochen. Der werde jetzt in Angriff genommen, verkündete Köhler. Denn das Geld stehe jetzt bereit. Er regte auch einen Anbau an die Kindertagesstätte Hoppetosse an, als weiteren Treffpunkt für Senioren.

Im B-Plan Nr. 48 gegenüber Lidl werde nur mithilfe von Land und Bund bezahlbarer Wohnraum entstehen, da die Auflagen für Bauten zu teuer seien. Zuschüsse seien nötig, und man werde Töpfe anzapfen, wie es auch schon beim Projekt Wasserkante geschehen sei. Die Sanierung der Königsberger Straße werde in diesem Jahr in Angriff genommen, und jedes Jahr folge eine andere Straße. Auch die Bürgersteigsanierung solle kommen. Dabei sei darauf zu achten, dass keine Flachwurzler die Arbeiten wieder zerstören. Der Brunnenplatz stehe schon seit acht Jahren auf dem Plan, für einen Parkplatz sei er viel zu schade. Er müsse touristisch genutzt werden.

Die Fußgängerzone sei zu voll. Wenn das Hotel Lighthouse fertig sei, müsse man sehen, wie sich die Verkehrsströme entwickeln. Eventuell sei dann doch eine Brücke über den Museumshafen nötig. Der Aussage von zwei Parteien – die Brücke solle kommen, egal, was es koste – könne er nicht folgen. Der Tonnenhof müsse einer touristischen Nutzung zugeführt werden. Die Fahrten nach Heide zum Krankenhaus und zu Fachärzten wurde wieder thematisiert, die Umsteigesituation am Heider Bahnhof durch große Investitionen seitens der Bahn entschärft.

Direktkandidat Willi Witt möchte den Veranstaltungsort vor der Freitreppe wiederbeleben, beispielsweise mit Auftritten von Shantychören am Wochenende. Ebenso plädierte er für mehr Abstellplätze für Fahrräder, da das Bewusstsein der Gäste immer mehr zu diesem Transportmittel führe. Doch das Ordnungsamt müsse dem Anketten am Zaun beim Hauptstrandaufgang entgegentreten. Der Fußweg auf dem Ostdeich nach Büsumer Deichhausen und der Deichdurchbruch in Verlängerung der Österstraße wurden angesprochen. Der Erhalt der großen Blutbuche in der Bahnhofstraße liege ihm sehr am Herzen. Papenfuß schloss die Veranstaltung mit den Worten: Man müsse sich ein Stück Freiheit zur Mobilität erhalten, sei es mit dem Rollator, dem Fahrrad oder dem Auto.